Kurze Antwort: Die Sabischen Symbole sind eine Sammlung von 360 kurzen symbolischen Bildern, eines für jeden Grad des Tierkreises. Sie entstanden 1925 in San Diego, geschaffen vom Astrologen Marc Edmund Jones zusammen mit der Hellseherin Elsie Wheeler. Für jeden Planeten oder jede Achse in einem Horoskop wird das Symbol des genauen Grades als meditatives Bild gelesen, das eine Schicht der Nuance hinzufügt.
Die meisten Menschen deuten ein Horoskop bis hinunter zum Zeichen, und die sorgfältigeren deuten es bis zum Dekan oder zur Grenze. Die Sabischen Symbole gehen noch eine Stufe feiner, bis hinunter zum einzelnen Grad, und sie tun dies mit einem Bild statt mit einer Regel. Sie sind eines der eindrücklichsten Werkzeuge der modernen Astrologie und fügen sich gut neben die älteren Gradlehren ein, mit denen AstroAk bereits arbeitet.
Was die Sabischen Symbole sind
Die Sabischen Symbole sind eine Sammlung von 360 kurzen symbolischen Bildern, eines für jeden der 360 Grade des Tierkreises. Da jedes Zeichen dreißig Grad breit ist, ergibt das die Grade eins bis dreißig in jedem der zwölf Zeichen und ein eigenes Bild für jeden einzelnen.
Jedes Symbol ist eine kleine, lebendige Szene und keine Definition. Die Formulierung ist bewusst konkret und ein wenig traumhaft, von der Art Bild, bei dem man verweilen und das man hin und her wenden kann, statt es einfach nachzuschlagen. Genau darum geht es: Sie sollen betrachtet und nicht wie ein Wörterbucheintrag entschlüsselt werden.
Wie sie 1925 entstanden
Die Symbole entstanden 1925 in San Diego durch den Astrologen Marc Edmund Jones, der mit einer Hellseherin namens Elsie Wheeler zusammenarbeitete. Die Methode war ungewöhnlich. Jones hatte 360 Karten vorbereitet, jede mit einem einzelnen Tierkreisgrad versehen. Er mischte sie und legte sie Wheeler eine nach der anderen vor, ohne dass einer von beiden den Grad auf der Karte ansah, und für jede beschrieb sie das Bild, das ihr in den Sinn kam, während Jones es notierte. Auf diese Weise wurde die gesamte Sammlung von 360 in scheinbar zufälliger Reihenfolge gezeichnet und nicht in der Abfolge des Tierkreises, und die Arbeit wurde im Verlauf eines einzigen Tages abgeschlossen.
Ein paar Dinge sind bei diesem Ursprung wert, im Auge zu behalten:
- Sie sind modern, nicht antik. Sie stammen aus dem Jahr 1925, nicht aus der klassischen oder mittelalterlichen Tradition.
- Sie kamen aus der Intuition, nicht aus Berechnung oder älteren Texten, was Teil sowohl ihres Reizes als auch ihrer Umstrittenheit ist.
- Die beiden Rollen waren klar getrennt: Wheeler lieferte die Bilder, Jones strukturierte die Sammlung und veröffentlichte sie später.
Nichts davon macht sie weniger nützlich, aber es setzt die richtige Erwartung. Die Sabischen Symbole sind eine Schöpfung des zwanzigsten Jahrhunderts mit einer klaren und recht menschlichen Geschichte dahinter.
Rudhyars Neudeutung im Jahr 1973
Die Symbole fanden ihr einflussreichstes zweites Leben durch Dane Rudhyar, der sie 1973 in seinem Buch An Astrological Mandala neu deutete und vertiefte. Rudhyar wiederholte nicht einfach die ursprünglichen Formulierungen. Er ordnete die vollständige Abfolge der 360 als einen einzigen, sich entfaltenden Zyklus an, eine Art psychologische und spirituelle Reise, die sich Grad für Grad vom Beginn des Widders bis zum Ende der Fische bewegt.
In Rudhyars Händen wurden die Symbole weniger eine Liste von Vorzeichen und mehr eine Karte eines Wachstumsprozesses. Diese Lesart ist diejenige, zu der viele Astrologen noch heute greifen, und sie ist weitgehend der Grund, warum die Sabischen Symbole eher mit Tiefenpsychologie und innerer Entwicklung als mit Wahrsagerei in Verbindung gebracht werden.
Wie man ein Symbol in seinem Horoskop liest
In der Praxis findet man das passende Symbol, indem man den genauen Grad eines Planeten oder einer Achse betrachtet. Eine Sonne auf einem bestimmten Grad oder ein Aszendent auf einem anderen verweist auf ein einziges bestimmtes Bild aus den 360. Eine kleine Konvention ist wichtig: Ein Planet auf, sagen wir, 14 Grad und 20 Minuten eines Zeichens wird üblicherweise mit dem Symbol des fünfzehnten Grades gelesen, da alle Minuten über einem vollen Grad die Zählung zum nächsten aufrunden.
Lies das sich ergebende Bild als Meditation, nicht als Urteil. Es soll eine Position, die du bereits verstehst, einfärben und nuancieren, einem Sonnenzeichen oder einem aufsteigenden Grad Textur hinzufügen, statt den Rest des Horoskops zu überlagern. Wenn du die genauen Grade haben möchtest, von denen aus du arbeiten kannst, kannst du ein kostenloses Geburtshoroskop erstellen und notieren, wo deine Sonne, dein Mond, dein Aszendent und dein Medium Coeli fallen.
Wo sie bei AstroAk hineinpassen
Die Sabischen Symbole geben dir eine symbolische Schicht auf der Ebene des einzelnen Grades. Das macht sie zu einer natürlichen Begleiterin der klassischen Gradlehren, aus denen AstroAk bereits liest, etwa der Dekane und der Grenzen, die ebenfalls jedes Zeichen in bedeutungsvolle Abschnitte unterteilen. Die älteren Systeme arbeiten mit Regel und Herrschaft; die Sabischen Symbole arbeiten mit Bild und Intuition. Gemeinsam genutzt, lassen sie dich einen Grad aus mehr als einem Blickwinkel deuten.
Eine Erinnerung daran, was sie sind und was nicht: Die Sabischen Symbole sind symbolisch und intuitiv, keine deterministischen Vorhersagen. Sie beschreiben eine Eigenschaft oder ein Thema zum Nachdenken, niemals ein festgelegtes Ergebnis.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Sabischen Symbole?
Sie sind eine Sammlung von 360 kurzen symbolischen Bildern, eines für jeden Grad des Tierkreises, die als meditative Deutungsbilder für den Grad eines Planeten oder einer Achse in einem Horoskop verwendet werden.
Wer schuf die Sabischen Symbole und wann?
Sie entstanden 1925 in San Diego durch den Astrologen Marc Edmund Jones zusammen mit der Hellseherin Elsie Wheeler, die alle 360 Bilder im Verlauf eines einzigen Tages beschrieb, und wurden später von Dane Rudhyar 1973 in An Astrological Mandala neu gedeutet.
Sind die Sabischen Symbole Vorhersagen der Zukunft?
Nein. Sie sind symbolische und intuitive Bilder zum Nachdenken, eher modern als antik, und sie sind keine deterministischen Vorhersagen dessen, was geschehen wird.
